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Post von den Katzen Ronja und Caipi

Hallo an Euch Alle im Tierheim!

Mittlerweile ist es wohl ein Jahr her, dass wir uns bei Euch gemeldet haben und anderthalb Jahre, seit wir ein schönes neues Leben mit unseren Dosenöffnern begonnen haben. Viel ist seitdem passiert. Wir durften nämlich in Köln zu Freigängerkatzen werden und haben dort die Umgebung in allen Zügen genossen. Der Vermieter unserer Dosenöffner war am Anfang noch ganz gut auf uns zu sprechen, aber dann, so nach 4-5 Monaten, muss er wohl etwas verärgert gewesen sein, weil wir den Hof mindestens so toll fanden wie er und ihn sogar für unsere intimen Geschäfte nutzen wollten, so dass er uns nicht mehr draußen sehen wollte. Da haben unsere Dosenöffner aus Verzweiflung brav reagiert und uns zu Wohnungskatzen machen wollen. Das hat Caipi aber nicht akzeptiert, denn er fing zu rebellieren an, indem er mich durch die Wohnung jagte und biss. Unser Personal hat selbstverständlich zu uns gehalten und entschieden, uns nicht abzugeben, sondern mit uns gemeinsam einen Neustart in einer neuen Umgebung zu machen. Wir sind also im Februar umgezogen – nach Neuss – und seit April dürfen wir wieder frische Luft schnuppern und im eigenen Garten bzw. in den Nachbargärten toben. Wir haben jetzt sogar eine eigene Tür, durch die wir den ganzen Tag rein und rausgehen können – nicht so wie in der doofen alten Wohnung, in der wir immer warten mussten, bis mal einer der Herrschaften so gnädig war, uns die Türe zu öffnen!

Die Katzenmama war am Anfang noch ganz schön nervös, als wir den ersten Baum erklommen haben und etwas hilflos aussahen, da wieder herunter zu kommen oder wenn wir außer Sichtweite waren, aber mittlerweile kennen wir uns überall aus. Auch die Zäune und Gartenhäuschen kontrollieren wir regelmäßig – von oben versteht sich!

Aus Dankbarkeit, dass wir draußen toben dürfen, bringen wir nahezu täglich Geschenke (am liebsten Mäuse und Vögel) mit nach Hause. Caipi hat gleich ein Glöckchen um den Hals bekommen, aber das hält ihn auch nicht davon ab, ein guter Jäger zu sein… - so ein Quatsch kann ja nur von Menschen kommen!

Lustig war, dass unser Personal wohl mit dem ersten Geschenk gar nicht gerechnet hatte. – Gut, ich gebe zu, es mag daran liegen, dass wir es gut hinter der Couch versteckt hatten. Erst einige Tage später wurden sie fündig – Gott sei Dank, denn es hat schon ganz schön ekelig gestunken und viel länger hätte ich das auch nicht mehr ertragen! Seitdem kontrollieren die Dosenöffner unser Zuhause immer genau und nehmen ihre Geschenke sofort in Empfang, egal, wo wir sie ablegen…

Tja, was kann ich Euch noch erzählen? Ich hab mich ja zu Anfang nie streicheln lassen, aber diese Angst ist nun vollkommen abgelegt. Ich komme immer sofort auf die Couch, sobald ein Mensch sich dorthin setzt und bin wahnsinnig neugierig. Meine Katzenmama hat z.B. mal ein Loch in die Wand bohren müssen – so richtig laut war das und direkt neben meinem Kratzbaum – auch noch auf gleicher Höhe mit meinem Schlafplatz. Die Katzenmama hat ganz schön irritiert geguckt, als ich, statt die Flucht zu ergreifen, meinen Kopf zu der Schlagbohrmaschine gedreht und genau – mit vielleicht `nem halben Meter Abstand – beobachtet habe, was da passierte. Schon komisch, was die Menschen so für Spielzeug haben…

Caipi ist übrigens jetzt ein altes Zirkuspferd, denn mit seiner Fresssucht fällt er immer wieder auf die Tricks der Dosenöffner rein… „Caipi, mach Sitz“ und er sitzt. „Caipi, peng“ und er legt sich hin. „Caipi, rollen“ und er rollt sich. „Caipi, winken“ und er setzt sich auf die Hinterbeine und winkt. „Caipi, High Five“ und er legt seine Pfote auf Frauchens Hand. „Caipi, hop“ und er springt hoch oder sogar durch die Beine… Männer, sag ich Euch…, der Kater ist soooo bestechlich! Ich setze mich ja immer nur daneben und denke mir: „Ich bin ne Katze, ich krieg auch so meine Leckerlis“. Vielleicht freut sich Frauchen auch einfach nur, dass ich Publikum spiele – das mache ich nämlich mindestens genauso toll und kriege dann auch meine Belohnung!

Naja, wir sind jetzt deutlich gesprächiger geworden, maunzen besonders viel, wenn wir von draußen kommen, denn von da gibt es viel zu erzählen. Frauchen nervt das manchmal, wenn sie arbeiten muss, aber meist lacht sie über unsere Geschichten. Wir hören aber nach wie vor sehr gut, denn wir kommen sofort, wenn wir gerufen werden – vor allem zum Abendessen! Komisch ist nur, dass danach unsere schöne Tür nicht mehr aufgeht und wir bis zum Frühstück warten müssen, bis sie wieder repariert ist. Aber die Zeit kann man ja schön zum Schlafen nutzen…

In diesem Sinne, ich muss jetzt noch mal schnell raus, bevor es Abendessen gibt und die Tür danach garantiert wieder defekt ist!

Liebe Grüße,

Ronja – mit Caipi und dem Personal Kyra und Nicola