Pressemeldung                                                    13.07.2022

 

Der Tierschutz Leverkusen e.V. warnt:

Hitze kann zur tödlichen Falle für Haustiere werden

Aufgrund der zurzeit herrschenden sommerlichen Temperaturen und dem angekündigten zu erwartenden dramatischen Anstieg auf evtl. über 40 Grad Celsius warnt der Tierschutzverein vor den Gefahren für unsere Tiere.

Darauf weist der Vorsitzende des Tierschutzvereins Gerd Kortschlag hin.

„Gassi“ gehen in den Morgen- und Abendstunden ist für das Tier angenehmer als in der

„Mittagshitze“, rät Kortschlag. Der Straßenbelag erhitzt sich so stark, das es für die Hunde zur Qual wird darüber zu laufen.

Auf gar keinen Fall dürfen Tiere im Auto zurückgelassen werden. Auch beim kurzen Einkauf oder dem Besuch der Eisdiele wird das Auto für die darin zurückgelassenen Tiere schnell zur tödlichen Falle, denn viele beachten nicht, dass die Sonne wandert. Die Folge: das im Schatten abgestellte Fahrzeug steht nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Für den Menschen angenehme Außentemperaturen verwandeln den Fahrzeuginnenraum in einen Brutkasten. Schnell sind für das Tier unerträgliche Temperaturen erreicht. Die Folge sind Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme mit anschließendem Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall kann die Hitze zum qualvollen Tod des Tieres führen. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein einen Spalt breit geöffnetes Fenster sorgt in keinem Fall für genügend Abkühlung im Auto, wenn dieses der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Auch im Käfig lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier muss der Halter immer beachten, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert und, dass ein morgens noch schattiges Plätzchen bereits kurz darauf der Sonne ausgesetzt sein kann. Ein frischer Wind hilft zwar uns Menschen die Hitze zu ertragen, kann bei Tieren aber schnell  zu Problemen führen und folgenschwere Erkrankungen nach sich ziehen. Käfige sollten daher grundsätzlich nicht im Durchzug stehen.

Jedes Jahr sterben unzählige Tiere, weil Tierhalter nicht bedenken, wie sehr die Hitze den Tieren zu schaffen macht. Der Tierschutz Leverkusen e.V. appelliert daher an alle Tierhalter entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um den Tieren den Sommer trotz Hitze so angenehm wie möglich zu machen.

Bei hohen Außentemperaturen sollte immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Jedes Tier sollte die Möglichkeit haben, sich auf ein kühles schattiges Plätzchen zurückziehen zu können. Eine zum Wasserbecken umgewandelte Sandmuschel kann die Hitze erträglicher machen.

Der Tierfreund/Tierhalter sollte seinen Liebling bei steigenden Temperaturen besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten festzustellen und entsprechen reagieren zu können.

Nicht nur Pflanzen brauchen Wasser!

Auch unser kleinen heimischen „Wildtiere“ sind auf unsere Hilfe angewiesen. Die lange Trockenperiode hat kleine Tümpel und Rinnsale austrocknen lassen. Kleintiere, wie z. B. Eichhörnchen, Feldmaus, Igel  und Kleinstlebewesen (Insekten- Bienen – Wespen – Hummeln usw.) finden nicht mehr ausreichend Wasser zum Überleben.

Eine kleine Schale mit Wasser hilft auch hier. Es muss nicht die Designervogeltränke sein. Ein Topfuntersetzer oder ein kleiner Teller ist absolut ausreichend. Ein kleiner  Zweig oder kleiner Stein soll dafür sorgen, dass ins Wasser gefallene Tiere wieder sicher herauskommen.

 

Bitte das Wasser täglich wechseln!

 

Gerd Kortschlag

1.Vorsitzender

Tierschutz Leverkusen e.V.